• Maria Keil-Grillmeier

Tipp 2: Sei dankbar und rufe dir in Erinnerung, was du bereits alles geschafft hast!



Dankbarkeit und Shiatsu


Noch vor einigen Jahren verwendete ich "Danke", wenn mir jemand etwas schenkte, mir etwas Gutes tat oder mir bei etwas half. Oder als ein Wort, das ich meinen Kindern beibrachte, für die Scheibe Gelbwurst beim Metzger oder den Traubenzucker in der Apotheke.


Ich kam nicht auf die Idee, dankbar zu sein für alles, was in meinem Leben bereits an wunderbaren Dingen existiert. Und dafür, was ich schon alles geschafft habe. Ich fang jetzt gar nicht an es aufzuzählen, denn es ist wirklich viel, was ich schon zustande gebracht habe.


Vielmehr war ich damit beschäftigt festzustellen, was


🙋‍♀ ich nicht habe,

🙋‍♀ ich nicht gut kann,

🙋‍♀ mir nicht gut liegt,

🙋‍♀ mir nicht gelungen ist

🙋‍♀ oder was mir in meinem Leben vermeintlich fehlt.


Diese Gedanken wurden meist davon getriggert, dass ich an allen anderen genau die Dinge gesehen habe, die ich mir nicht zuzuschreiben traute. Mich also ständig verglichen habe.


Natürlich gab es in meinem Leben sehr viele glückliche Momente und Phasen, die mir auch bewusst waren. Aber ständig kam das Gefühl dazwischen, nicht genug zu sein, zu haben, zu können. Und mir Sorgen machen. Kleine Sorgen "wie fällt die nächste Schulaufgabe aus" oder große Sorgen "gebe ich meinen Kindern alles mit, damit sie ihr Leben meistern"?


Diese Sorgen und Gefühle haben meine Lebensfreude beeinträchtigt und mich tagtäglich daran gehindert, das Glück in meinem Leben wahrzunehmen und zu fühlen. So richtig, in meinem Körper und mit hüpfendem Herzen.


Und ich war auf der Suche. Auf der Suche nach etwas, das mein Leben bereichert. Und das mir die Möglichkeit gibt, auch das Leben anderer zu bereichern. Damit sie nicht so lange suchen müssen. Damit sie ihren Körper kennen lernen, ihre Bedürfnisse wahrnehmen. Und ihre Herzenswünsche. Aus dem Kopf ins Fühlen kommen. Genau das, wonach ich mich auch gesehnt habe.


Mein Weg, meine Hilfestellung, mein Anker war das Shiatsu. Also die Ausbildung über fünf Jahre, in denen ich so viel über mich gelernt habe und auch jetzt immer noch lerne. Und auch die Dankbarkeit kennen gelernt habe. Sie begegnete mir immer öfter, bei meinen Shiatsu-LehrerInnen, meinen KollegInnen, in verschiedenen Newslettern und Posts, in Büchern und durch weitere Menschen, die Dankbarkeit als wichtig ansahen. Die mir gezeigt haben, wie das geht. Dankbarkeit "üben*, fühlen, sie zu einem Bestandteil in meinem Leben zu machen.

Das Gesetz der Anziehung


Du hast sicher schon vom Gesetz der Anziehung gehört. "Gleiches zieht Gleiches an". Das wirkt auch auf deine Gedanken und Gefühle. Wenn du dich gedanklich immer mit negativen Dingen beschäftigst, wirst du mehr von diesen Dingen in dein Leben ziehen. Wenn du aber in Gedanken bei all dem bist, wofür du dankbar bist, dann ziehst du immer mehr positive Erfahrungen in dein Leben.


„Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Dank für das Morgenlicht, für dein Leben und deine Kraft. Sage Dank für deine Nahrung und für die Freude am Leben. Und wenn du keinen Grund zur Dankbarkeit siehst, dann liegt der Fehler bei dir!“

TECUMSEH (1768-1813) SHAWNEE Indianerhäuptling


Und das Gesetz der Anziehung wirkt immer, egal ob du es glaubst oder verstehst oder auch nicht.

Meine Dankbarkeitspraxis


Doch wie habe ich die Dankbarkeit über das nette "Dankesagen" hinaus in mein Leben gebracht? Durch TUN. DANKBAR SEIN. UND DIE DANKBARKEIT FÜHLEN. GANZ WICHTIG. Denn du sendest nur aus, was du auch fühlst. UND AUFSCHREIBEN UND ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN.


Eigentlich ist es ganz einfach. Es gibt so vieles, wofür du dankbar sein kannst, kleine Dinge und große Dinge. Und Dinge, die du gut gemacht hast. Zu Beginn meiner Dankbarkeitspraxis sind mir nur immer die gleichen Dinge eingefallen.


Daher hier eine kleine Liste als Anregung:


🙋‍♀ für den Wasserkocher, der meinen Morgentee möglich macht

🙋‍♀ für die Heizung, die mir schon in aller Früh ein warmes Badezimmer beschert

🙋‍♀ für meine Beine, die mich tragen

🙋‍♀ für mein zuverlässiges Auto, das mich sicher in die Arbeit bringt, oder

🙋‍♀ für die Sicherheit des Landes, in dem ich lebe

🙋‍♀ für so viele liebe Menschen um mich herum

🙋‍♀ für das leckere und gesunde Essen, das ich heute gekocht habe

🙋‍♀ für den unliebsamen Punkt auf der ToDo-Liste, den ich heute endlich erledigt habe.


Seit einem Jahr schreibe ich jeden Morgen auf, wofür ich dankbar bin und gleich noch dazu, warum ich dafür dankbar bin. Das dauert nur wenige Minuten, aber es macht mir so viel Freude.


Der erste Gedanke zählt. Dann versetze ich mich in den Gedanken oder in diese Situation hinein oder sehe das Bild vor mir (wie der warme Duschstrahl über meinen Körper rieselt oder wie ich meinen Tee schlürfe) und fühle kurz hinein. Meistens muss ich dann lächeln und sende damit meine Freude aus. Und es hat etwas verändert in meinem Leben. Ich fühle mich einfach glücklicher, freier, freudiger. Und hilfreicher. Umgänglicher. Friedlicher.


Nicht immer, aber immer öfter.

Der erste Schritt für dich


Am Besten legst du dir ein kleines Heftchen (ein sogenanntes Journal) zu, in dem du jeden Morgen oder auch jeden Abend deine fünf "Dankbarkeitsmomente" aufschreibst. Mindestens 40 Tage lang, denn so lange braucht dein Gehirn, um das Neue als Routine zu etablieren. Danach läuft es wie von alleine.


Glaub mir, es ist einen Versuch wert. Auch wenn es sich nach Arbeit anhört. Gedanken sind gut und wichtig, aber manifest werden sie, wenn du sie aufschreibst. Sonst gehen sie unter im Gedankengewimmel des Tages.


Und das Atmen aus dem vorherigen Blogbeitrag nicht vergessen. Das hilft immer.


Probier es aus und schreib mir, wie es dir damit geht. Gerne darfst du mir auch deine Frage dazu schreiben.

KURZFASSUNG


  • Atemübung: 2-3mal tief durch die Nase ein, bis in den Bauch und mit Schmackes durch den Mund wieder aus. Dann weiter mit tiefen Atemzügen durch die Nase ein und aus. Konzentriere dich dabei darauf, wie die Luft an der Nasenspitze ein- und ausströmt = Beruhigung deines Gedanken-Karussells. Gleiches zieht Gleiches an = Dankbarkeit zieht Fülle an

  • Schreib deine fünf DankbarkeitsMomente jeden Tag auf. Und wenn dir darüber hinaus noch mehr einfällt, schreib es auf. Üben, üben, üben und Freude dabei haben. Fang JETZT damit an, aufschieben gilt nicht.

Und wenn du einen geschützten Raum brauchst, um aus deinem Kopf in deine Gefühle zu kommen, dann melde dich gern bei mir. Eine Shiatsu-Anwendung hilft dir, "selbst-bewusst" zu werden.

Ich freue mich über jede Art von Rückmeldung von dir.


Von Herz zu Herz, deine Maria

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